Biographie

Konrad Niemeier (* 26. Dezember 1933 in Strahlfeld, Oberpfalz)) hat 1957 in Stuttgart die Meisterprüfung als Maler abgelegt. Von 1958 bis 1999 war er Leiter des gleichnamigen Malerbetriebs in Stuttgart. Er ist in zweiter Ehe verheiratet mit Bärbel Niemeier, geb. Sauter, und hat vier Kinder. Seit der Übergabe seines Betriebes widmet sich Konrad Niemeier verstärkt seinen künstlerischen Interessen.

Er malt Landschaften, Stadtansichten, Menschen, Tierwelten und Akte. Die Arbeiten fertigt er hauptsächlich mit Kohle und Kreide auf Papier oder Acryl auf Leinwand. Konrad Niemeier möchte durch seine Bilder Farbstimmungen ausdrücken. Dabei steht für ihn die Reduzierung auf das Wesentliche im Vordergrund.

Sein künstlerischer Werdegang führte ihn zunächst von gegenständlichen Arbeiten zu Werken des Illusionismus. Großformatige Arbeiten und Wandgemälde z.B. in Zusammenarbeit mit Axel Arndt und Tobias Kammerer. Mehrere Kurse u.a. bei Ursula Benad, München, Prof. Hans K. Schlegel (ehem. Fachhochschule Stuttgart) und Manfred Bodenhöfer, Stuttgart, ermöglichten Konrad Niemeier eine eigenständiger Entwicklung im Bereich des Expressionismus.

Baerbel und Konrad Niemeier im Jahr 2006 in der Toskana

In seinen jüngeren Arbeiten nimmt Konrad Niemeier den Realismus als Ausgangspunkt für eine Umsetzung in expressionistischer Tradition. Seine Bilder zeigen die Auseinandersetzung zwischen dem gegenständlichen Realismus und dem Surrealismus. Die Arbeiten sprechen eine klare expressionistische Sprache. Bildgegenstände verlieren ihre Naturfarbe und Körperlichkeit, werden in eigenwerte Farbflächen umgesetzt und zu Symbolen ihrer selbst verwandelt. Form und Gestik werden nicht real angewendet, sondern durch die Farbe gesteigert und überzogen.

Die Farben werden als Ausdruck steigerndes Mittel eingesetzt, so dass nicht die Form, sondern die Farbe im Mittelpunkt steht. Der Pinselstrich wirkt offen und flüssig, großzügig und energiegeladen bis vehement. Die Striche erinnern an Georg Baselitz, seine prismatischen Werke an den Ausdruck von Lyonel Feininger und der Rhythmus im Bild an Wassily Kandinsky, während der Bildaufbau Ernst Ludwig Kirchner ähnelt.

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